Sonnenschutz

01.07.2015 11:46 | Jahreszeiten

Bei Sonnenschutz für Kinder, gibt es KEIN Wenn und Aber

Endlich Sommer, aber wie schützen wir unsere Kinder?

Mit nur wenigen Vorsichtsmaßnahmen sind unsere Kinder prima geschützt und können den Sommer und das Spielen unter freiem Himmel voll und ganz genießen. Für Säuglinge und Babys ist direkte Sonne jedoch tabu und sollte unbedingt gemieden werden.

Bei Säuglingen und Kleinkinder, man sagt ungefähr bis zum vollendeten 2. Lebensjahr, ist die Haut noch besonders dünn und empfindlich, da sich der UV-Eigenschutz der Haut erst noch entwickeln muss. Dennoch brauchen Kinder viel Gelegenheit, sich an der frischen Luft und im Freien bewegen zu können. Demnach sind sie also naturgemäß der UV-Strahlung im besonderen Masse ausgesetzt.

 

Wir haben für Euch einige Tipps zusammengestellt, wie Ihr Euer Kind vor schädlichen Einflüssen der Sonne schützen und somit langfristigen Sonnenschäden wirkungsvoll vorbeugen könnt.

  • In der ersten 12 Lebensmonaten ist Schatten angesagt
    Bitte achtet darauf, dass Euer Baby möglichst KEINE pralle Sonne abbekommt und einen schönen kühlen Schattenplatz hat.

  • Säuglinge bitte nicht nackt und nur mit Windel bekleidet in den Wagen legen. Zieht ihm einen leichten Baumwollbody oder Sommersuits aus Baumwolle an. So kann die Feuchtigkeit vom Stoff aufgenommen werden und bei einer kleinen Brise, kühlt das Baby nicht gleich aus.
    Neugeborene können ihre Temperatur noch nicht selbst regulieren. Das bedeutet: sie neigen zum Hitzestau und auch zur Auskühlung. Wenn es also draußen heiß ist, bleibt erstmal mit dem Baby zu Hause. Erst ab der zweiten Woche sind kleine Spaziergänge, am späten Nachmittag oder frühen Abend – wenn es abgekühlt ist - ratsam.

 

Sonnenschutz durch Kleidung

Der wirksamste Sonnenschutz sind schattige Plätzchen, oder sonnenschützende Kleidung.
Den wirksamsten Schutz bietet - neben schattigen Plätzen - eine sonnengerechte Kleidung "von Kopf bis Fuß":

  • Der Kopf, insbesondere auch Gesicht, Nacken und Ohren sind sehr empfindlich. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind in der Sonne immer einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nackenschutz trägt.

  • Die Kleidung sollte luftig und nicht zu eng sein und möglichst viel vom Körper bedecken. Langärmelige Hemden oder T-Shirts und weit geschnittene, möglichst lange Hosen sind ideal.

  • Nicht alle Stoffe sind sonnendicht. Mittlerweile gibt es T-Shirts, Hemden und Hosen, deren Stoffe durch besondere Webtechniken oder Imprägnierungen einen besonderen UV-Schutz bieten. Diese sollten dem "UV-Standard 801" entsprechen und der UV-Schutzfaktor (UPF) sollte mindestens 30 betragen.

  • Beim Plantschen oder Schwimmen werden Schultern und Rücken am besten durch ein T-Shirt geschützt. Allerdings bieten nicht fest gewebte Baumwoll-T-Shirts keinen ausreichenden Schutz und lassen vor allem im nassen Zustand UV-Strahlen durch. Der Stoff sollte also entweder sehr fest gewebt oder am besten mit einem UV-Schutzfaktor ausgestattet sein.

  • Schuhe sollten den Fuß - auch Ferse und Fußrücken - weitgehend bedecken.

 

Ergänzend zum textilen Sonnenschutz sollten alle nicht geschützten Körperteile wie Hände, Gesicht, Fußrücken durch Sonnenschutzmittel geschützt werden.  Allerdings darf häufiges Eincremen und ein hoher Lichtschutzfaktor nicht dazu verleiten, Kinder unbesorgt in der prallen Sonne oder länger in der Sonne spielen zu lassen.

  • Verwenden Sie nur speziell für Kinder geeignete Sonnenschutzmittel. Cremes und Lotionen trocknen die Kinderhaut weniger aus, als zum Beispiel Gele.

  • Das Sonnenmittel sollte UV-A- und UV-B-Strahlen blocken mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 – besser 50

Unser perönlicher Favorit: die Firma Daylong http://www.daylong.de/sonnenschutz-fuer-kinder.html

  • Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen vor dem Hinausgehen - am besten etwa eine halbe Stunde vorher - sorgfältig ein.

  • Achten Sie darauf, dass ausreichend Sonnenschutzmittel aufgetragen wird, da andernfalls der Lichtschutzfaktor nicht wirksam ist.

  • Cremen Sie die Haut bei längeren Aufenthalten im Freien wiederholt ein. Da das Sonnenschutzmittel durch Schwitzen und Abrieb abgetragen wird, ist dieses wiederholte Auftragen nötig, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Die durch den Lichtschutzfaktor angegebene Schutzdauer des Mittels verlängert sich hierdurch jedoch nicht.

 

Beim Schwimmen, Plantschen oder Spielen am Wasser ist das Risiko für einen Sonnenbrand besonders hoch. Dies gilt selbst dann, wenn sich die hauteigenen UV-Filter bereits herausgebildet haben. Bestimmte Stoffe dieses natürlichen Schutzschirms sind nämlich wasserlöslich und waschen sich während des Badens schon innerhalb kurzer Zeit aus.

  • Verwenden Sie für Aufenthalte am und im Wasser besonders wasserfeste Sonnenschutzmittel.

  • Erneuern Sie nach jedem Baden den Sonnenschutz.

Auch die Augen brauchen Schutz

Nicht nur die Haut braucht besonderen Schutz, auch die Augen reagieren besonders empfindlich auf Sonnenlicht und UV-Strahlen. Eine extreme UV-B-Belastung, zum Beispiel bei längeren Aufenthalten im Hochgebirge - vor allem im Schnee - kann zu schmerzhaften Entzündungen der Horn- und Bindehaut führen.

  • Achten Sie deshalb darauf, dass die Augen Ihres Kindes insbesondere im Gebirge oder an der See durch eine entsprechende Kopfbedeckung mit Sonnenschirm oder durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter geschützt sind.

Kinder lernen vor allem durch Nachahmen und eifern auch in ihrem Verhalten gerne ihren erwachsenen Vorbildern nach. Ihr Kind wird umso leichter lernen, sich auch selbst vor den Risiken der Sonne zu schützen, wenn Sie als Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Schützen Sie sich deshalb auch selbst, indem Sie sich zum Beispiel nicht zu lange in der direkten Sonne aufhalten und sich durch entsprechende Kleidung und Kopfbedeckung schützen.

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