Herbst und Winter

28.10.2014 14:29 | Jahreszeiten

Heute möchte ich Euch ein bisschen über die bevorstehenden Jahreszeiten erzählen.

Ihr habt es bestimmt schon alle bemerkt, dass die Tage nun langsam in ihrer Helligkeit kürzer werden. Wenn Ihr draußen spazieren geht knistert hier und da bereits das gelbe Laub unter Euren Füßen und die Blätter tanzen behutsam von den Bäumen. Wir sind in der schönen 3.Jahreszeit angekommen, dem Herbst.

Was ist eigentlich der Herbst, warum nennen wir ihn so und passiert da draußen vor unseren Türen und in der Natur?

Der Herbst ist die Jahreszeit, die zwischen dem warmen, luftigen Sommer und dem manchmal bibberkalten Winter liegt. Für viele unserer Mitmenschen beginnt jetzt die Erntezeit. Wenn Ihr an den Wochenende über das Land fahrt und einen Bauernhof besucht, sehr Ihr viele große, laut knatternde Landmaschinen über die Äcker flitzen. Da werden Kartoffel und Futterrüben ausgebuddelt oder Mais geerntet. Auf vielen anderen Feldern beginnen die Bauern für ihre Kühe, Pferde und Schafe das Heu einzulagern, um immer genügend Futter zu haben. Was wir noch ganz deutlich sehen können, sind die Laubbäume die ihre Blätter goldgelb, orange und rot färben und damit all` ihre Kraft in den Stamm und die Wurzeln leiten, damit der Baum genügend Stärke hat durch den langen Winter zu kommen.

Der Herbst ist also eine sehr fleißige Jahreszeit und dient uns Menschen genauso wie der Natur als Vorbereitung auf den Winter. Und dann gibt es da noch die vielen, bunten Herbstfeste die überall gefeiert werden und die Du vielleicht auch schon kennst und voller Freude miterlebt hast. Bei den Bauern und auf dem Land feiert man dann das Erntedankfest. Da werden Kutschen angespannt und reich geschmückt, man feiert die Ernte und dankt für die reichlichen Erträge der Felder und Wiesen. Auch an ärmere Menschen, die nicht so viel besitzen wie manch einer von uns, wird gedacht. An diese Menschen müssen wir auch denken und teilen was wir haben dürfen. Teilen macht Spaß, tut gar nicht weg und schenkt ganz viel Glücklichkeit. Aber das kennst Du ganz sicher, denn Du hast bestimmt auch schon Deine Süßigkeiten oder Dein Lieblingsspielzeug mit Deinen Freunden geteilt oder einmal von Deinem Frühstück etwas abgegeben. Vielleicht wurde aber auch schon mit Dir geteilt und Du hast die Freude darüber selber gespürt. Das ist das schöne am Teilen, man ist glücklich, hat geholfen und kann danach gleich noch viel mehr Spaß beim Spielen und Toben haben.

Du bist sicher auch schon zu Halloween ganz gruselig verkleidet von Tür zu Tür gezogen und hast Süßigkeiten gesammelt oder freche Streiche gespielt!? Oder hast Du vielleicht auch schon einen großen, dicken Kürbis ausgeschnitten und ihn im Dunkeln vor die Tür gestellt, damit sich alle erschrecken!? Halloween feiern wir also auch im Herbst und haben unendlich viel Spaß dabei genauso wie beim Martinsfest zu dem wir immer mit vielen, kunterbunten Laternen durch die Straßen ziehen, noch mehr Süßigkeiten essen und unsere Familien freuen sich zu Hause im Warmen auf die Martinsgans. So toben wir voller Freude durch den Herbst, tanzen mit den Blättern die von den Bäumen rieseln um die Wette, machen wilde Laubschlachten, lassen Drachen steigen und basteln lustige Kastanienmännchen…und schon klopft ganz leise Väterchen Frost an unsere Türen und der Winter beginnt. Die kälteste der Jahreszeiten, die 4. Jahreszeit, der Winter in dem die Tage am Kürzesten sind. Da verlassen wir unser gemütliches Zuhause wenn es draußen noch dunkel ist und kommen zurück wenn es schon wieder dunkel ist.
Das geht im Winter immer so schnell, schwupps…ist es am Nachmittag schon wieder dunkel, wo wir im Sommer noch lange draußen gespielt haben, im See baden waren oder noch ein Eis genascht haben. Der Winter ist immer so herrlich kuschelig und die beste Zeit für lange Geschichten, denn die Natur geht langsam schlafen. Viele Tiere ziehen sich in ihren Winterbau zurück den sie mühsam mit Futtervorräten gefüllt haben. Die prächtigen Vögel sind auch schon lange in Richtung Süden davongezogen. Aber alle kommen wieder, die Natur begrüßt uns im nächsten Jahr wieder mit frischem Grün und bunten Blüten. Auch die Vögel kehren zu uns zurück und die Winterschläfer krabbeln aus ihrem Winterbau, um mit uns gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Doch bevor es soweit ist, stehen noch viele Feste vor der Tür und so zünden wir an jedem Sonntag im Dezember eine Adventskerze an und warten erst auf den Nikolaus und dann auf den Weihnachtsmann. Wir schmücken unser Zuhause winterlich, ja weihnachtlich und freuen uns auf das Plätzchenbacken. Nascht Ihr dabei auch so gerne wie ich?
Meine Oma sagt zwar, dass der rohe Teig Bauchweh macht, aber trotzdem kann ich es einfach nicht seinlassen und muss meine Fingerchen immer wieder in die Schüssel stecken. Manchmal ärgere ich meine Oma auch, weil ich Rosinen mopse, die sie eigentlich in ihre Stollen tun wollte, aber dann lacht sie immer über mich Naschmatz und nimmt mich in den Arm. Am schönsten finde ich es, wenn wir nach der Plätzchenarbeit gemeinsam in der Küche sitzen, Oma eine Geschichte vorliest und wir gemeinsam vor dem Ofen warten bis unsere Kekse fertig sind. Ich bin dann immer ganz hibbelig und kann es kaum abwarten, der Duft ist köstlich, nach Vanille, Zimt, Butter und Schokolade. Der Winter macht wirklich Spaß, ich finde ihn schön und auch wenn es kalt ist, kann man draußen fantastisch spielen. Einen Schneemann bauen während Papa mühsam Schnee schippt und den Fußweg vom Eis befreit. Oder wir gehen Schlittschuh fahren, machen eine Schneeballschlacht oder rodeln mit dem Schlitten.
Hier bei uns am Müggelsee sind die Püttberge, die wir auch Pütti Mountains nennen, da machen wir viele Ausflüge hin und die Hügel sind so toll zum Rodeln. Und wo ich nun gerade dabei bin Euch so viel zu berichten, möchte ich Euch auch noch etwas über die Farben erzählen. Viele, schöne, bunte Farben seht Ihr, wenn Ihr Euren Kleiderschrank auf macht und auch, wenn Ihr jetzt im Herbst aus dem Fenster seht. Die Farbvielfalt scheint unendlich und hat immer einen Bezug zu den Jahreszeiten.

Du kannst selber einen kleinen Test machen:
Sieh Dir Deine Sommermode an, da findest Du viele unterschiedliche kalte Farben wie lila, hellblau, grün und pink. Man nennt diese Farben kalte Farben  weil sie einen blauen Unterton haben und man Grüntöne mit Wasser, Kälte und Erfrischung in Verbindung bringt. Weil wir im warmen Sommer an Abkühlung, baden gehen und Eis essen denken, tragen wir genau diese Farben. Kalte Farben im Sommer und genau… warme Farben im Winter. Das ist doch witzig, oder!? Jetzt im Herbst und auch im Winter haben unsere Kleider also warme Farben wie gelb, orange, braun und rot. Diese Farben verbinden wir in der kalten Jahreszeit mit Wärme, Sonne und Feuer. Schau in Deinen Kleiderschrank, Du wirst es sehen. Oder Du machst es so wie ich und nimmst Dir Farbe und Pinsel und mischt Sommer- und Winterfarben auf einem Blatt Papier. Ich habe mir dabei ganz fest den Sommer vorgestellt und Strand, Sonne und Eis gemalt. Danach habe ich ganz doll an den Winter gedacht und einen roten Weihnachtsmann mit vielen Geschenken und den Plätzchen von Oma gemalt. Probierst Du es auch einmal aus? Du wirst erstaunt sein, welche Farben du ganz automatisch auswählst.

Weil mir die vielen, kunterbunten Farben so gut gefallen, habe ich mich auch ganz fleißig ans Werk gemacht und besonders viele von ihnen für meine neue Herbst- und Wintermode ausgesucht. Lass uns doch gemeinsam auf eine kleine Entdeckungsreise gehen!

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