Die Geschichte vom Osterhasen

03.04.2015 08:00 | Kinderlexikon

Hallo meine Lieben,

pünktlich zu Ostern begrüße ich Euch wieder in meinem Blog, um Euch viele wissenswerte, spannende und interessante Geschichten rund um den Osterhasen und das Osterfest zu erzählen. Heute erfahrt Ihr die Geschichte vom Osterhasen, die verschiedenen Osterbräuche und natürlich findet Ihr in meiner Rubrik Friedels Lieblingsrezepte  auch die passenden Osterrezepte zum Nachmachen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und Zuhören!

Euch und all`Euren Lieben wünsche ich zu dem ein schönes Osterfest, volle, bunte Osterkörbe und Osternester, leckere Süßigkeiten und viel Freude beim fleißigen Ostereiersuchen im Kreise Eurer Lieben! Ich freue mich, Euch nach dem Osterfest wieder hier in meinem Blog wiederzusehen.

Es grüßt Euch herzlich Euer Friedel Starmatz.

Um Euch gleich am Anfang auf das schöne Osterfest einzustimmen, möchte ich heute mit einem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe aus Faust 1 beginnen. Ein Gedicht mit Tradition, genau so wie die Geschichte rund um Ostern und den Osterhasen.
 

Der Osterspaziergang
 
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

 

Osterbräuche
Wir alle kennen und lieben sie, die vielen verschiedenen Osterbräuche auf die wir uns jedes Jahr aufs Neue freuen. Ich habe nun einmal einige Osterbräuche zusammengetragen und vielleicht ist für den Ein oder Anderen doch noch etwas Neues zum Ausprobieren dabei!?

Die große Ostereiersuche
Leider weiß niemand so genau warum wir unsere Ostereier suchen müssen, wieso sie versteckt werden und woher diese alte Tradition genau kommt. Dennoch suchen wir jedes Jahr, am Ostersonntag, mit großem Spaß unsere Osternester, egal ob in der Wohnung, im Garten oder bei Oma&Opa, hauptsache der Hasenmann hat an uns gedacht! In der Geschichte habe ich aber doch vielleicht eine mögliche Erklärung gefunden: die Ostara Tradition, hier besagt die Geschichte, dass die Kirche früher das Verschenken von Ostereiern unter Strafe gestellt hat, da es sich um eine heidnische Tradition handelte. Die Heiden waren aber nicht dumm und wollten sich das Verschenken der Ostereier zu Ostara nicht verbieten lassen und so kamen sie auf die Idee, die Ostereier auf den Feldern, Wiesen und Grundstücken ihrer Familien und der Freunde zu vergraben. Zu Ostara mussten dann die Ostara-Eier gesucht und ausgegraben werden, dass tun wir bis heute.

Aber woher kommt denn jetzt der Osterhase? Keine Spur vom Osterhasen! Oder habt Ihr ihn entdeckt?

Woher kommt der Osterhase?
Der Osterhase ist wohl jedem bekannt und wir alle freuen uns auf ihn, aber habt Ihr Euch auch schon gefragt, woher er eigentlich kommt? Ich habe mich wieder auf Spurensuche begeben und die Geschichtsbücher gewälzt. Das habe ich für Euch herausgefunden: Heute bringt uns der Osterhase die kunterbunten Ostereier und leckeren Süßigkeiten zum Ostersonntag. Der Osterhase steht in der Geschichte für das Sinnbild von Leben und Wiedergeburt. Die Kirche zeigt uns den Hasen zu Ostern als Sinnbild der Wiederauferstehung von Christi. Ein Mediziner schrieb zu Ostern, zum Ende des 17. Jahrhunderts, dass man nicht so viele Eier essen sollte und damit wurde der Oserhase auch zum ersten Mal erwähnt. Doch dann verliert sich plötzlich die Spur vom Osterhasen für viele, viele Jahre, genauer gesagt, für 200 Jahre. Danach aber feiern der Hasenmann und all`seine niedlichen Hoppelkollegen ein wahres Fest, denn nun gibt es den bekannten Schokoladenosterhasen, Bücher über den Osterhasen und natürlich auch putzige, langohrige Spielzeugfiguren.

Kommen wir nun zu einem Osterbrauch, den Ihr bestimmt alle kennt und den Ihr schon selber erlebt habt, das Osterfeuer. Heute dient das Osterfeuer dazu, mit der gesamten Familie und lieben Freunden zusammen zu sein. Bestimmt sitzt auch Ihr gemütlich am Feuer, lacht, erzählt Geschichten, habt Spaß und esst nebenbei ein leckeres Essen. Geselligkeit ist etwas Schönes und auch wir sind zu Ostern zusammen, um das Osterfeuer versammelt, freuen uns über den Besuch von Oma&Opa und all`unseren liebsten Freunden. Klar, bei uns wir auch gegessen, denn jeder der zu uns kommt bringt etwas besonders leckeres mit - ich freue mich schon drauf! Das Osterfeuer wird entweder am Karfreitag, Karsamstag oder Ostersonntag entfacht. Seit vielen, vielen Jahren tun das die Menschen in ganz Deutschland und alle dürfen sich einen Osterfeiertag freiwählen. Am Ostersamstag entzünden zum Beispiel die verschiedenen Kirchengemeinden das Osterfeuer während der Osterwache, dies soll die Wiederauferstehung Jesus Christus symbolisieren. Joh. 8:12 "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben."

Und was kommt nach dem Osterfeuer? Das Osterfrühstück!

Zugegeben, das Frühstück dauert immer ein bisschen länger und so machen wir bei uns in der Familie ein Osterfrühstück, ein Osterbrunch und genießen ganz gemütlich das ein oder andere Osterei. Zum Osterfrühstück gibt es hier gar nichts geschichtliches zu berichten, man tut es, um zusammen zu sein, um den Familienzusammenhalt zu stärken und um gemeinsam in den Frühling zu ziehen. Der Frühling steht ja bekanntlich für das Erwachen, dass können wir immer wieder in der Natur beobachten, und auch für den Neuanfang. Im Frühling erwacht die Natur, im Frühling beginnt alles neu zu blühen und wird zu neuem Leben erweckt. Passend zu dem Brauch, einen Osterspaziergang zu machen!

Ganz am Anfang habe ich Euch das Gedicht "der Osterspaziergang" vorgestellt, dieses Gedicht, von Johann Wolfgang von Goethe, hat eine weitergehende Bedeutung und Tradition. Damals war es so, dass sich am Tag der Wiederauferstehung zwei Jünger Jesu Christis auf den Weg begaben um zur Stadt Emmaus zu gelangen. Bei diesem Gang schloss sich ihnen ein Unbekannter an mit dem sie den Tag verbrachten und am Abend das Essen teilten. Als der Unbekannte das Brot bricht, erkennen die zwei Jünger in ihm Jesus Christus. Die Wiederauferstehung war wahr. Dazu sagt man Emmaus-Gang und aus diesem wurde dann einige Zeit später der Osterspaziergang. Genau so wie damals begehen wir noch heute den Osterspaziergang, es hat sich nichts daran geändert. Wir ziehen uns nett an, bummeln und flanieren durch kleine Straße und spazieren durch die heimische Natur, tanken frische Luft und erfreuen uns am Frühling mit all`seinen Neuerungen in der Natur. Zu dem beliebten Osterspaziergang kommt ganz in unserer Nähe, der größte deutsche Osterritt der jährlich in der Lausitz stattfindet. Am Ostersonntag kommen jedes Jahr aufs Neue mehr als 1500 Reiter und mehr als 30.000 Zuschauer zusammen, um am bekannten Osterritt in der Lausitz mitzumachen oder zuzusehen. Der Osterritt dient heute genau so wie früher der Verkündung der Wiederauferstehung von Christi. Die Reiter satteln dazu ihre Pferde am Ostersonntag und Reiter sowie Pferd werden gesegnet und auf den Weg ins nächste Dorf geschickt. Dort angekommen, umkreisen sie reitend, gemeinsam die Dorfkirche und verkünden die Wiederauferstehung. Bevor sich die einzelnen Reiter wieder zurück auf den Heimweg begeben, beten alle zusammen und treten danach die Reise nach Hause an. Es ist ein echtes Spektakal einen Osterritt zu erleben, große Männer reiten in alten Roben mit Gehstock und Zylinder. Alle Pferde sind über und über reich und prächtig geschmückt. Es lohnt sich, einen solchen Ritt anzuschauen. Viele Gemeinden feiern mit einem Osterritt und ganz bestimmt findest Du auch in Deiner Region eine solche Veranstaltung.

Für mich ist es jetzt an der Zeit, die Zutaten für mein Osterbrot und den köstlichen Möhrenkuchen zu besorgen. Gemeinsam mit Oma werde ich wieder am Herd stehen und backen.
Versucht auch Ihr es und habt viel Freude mit meinen Rezepten in der Rubrik Friedels Lieblingsrezepte: http://www.friedel-starmatz.de/Osterrezepte-bei-Friedel-Starmatz.

Lasst es Euch schmecken und genießt die Osterfeiertage in vollen Zügen!


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