Die Geschichte vom Nikolaus

06.12.2014 00:00 | Kinderlexikon

Hallo Ihr Lieben,

in meinem letzten Text habe ich Euch angekündigt, auf die Suche nach der Geschichte vom Nikolaus zu gehen und jetzt ist es so weit – ich möchte Euch erzählen was ich dieses Mal erlebt und herausgefunden habe.  Ich hoffe Ihr habt schon Eure Bratäpfel vorbereitet und hattet damit viel Freude, um es Euch jetzt so richtig kuschelig zu machen!

Es grüßt Euch Euer Friedel Starmatz

6. Dezember – die Geschichte vom Nikolaus

Wer hätte das gedacht, dass die Geschichte vom heiligen Nikolaus in der heutigen Türkei beginnt!? Das hätte ich nicht gewusst, hätte ich nicht bei meiner Oma nachgefragt als ich mühsam anfing meine Stiefel zu putzen. Lass mich raten, Du putzt Deine Stiefel bestimmt auch so ungerne wie ich aber wenn man Geschenke haben möchte, muss es wohl so sein und ein kleines bisschen Angst habe ich vor unseren Nikolaus auch. Schließlich weiß er alle guten und schlechten Dinge aus dem ganzen Jahr und hat auch noch den Knecht Ruprecht mit seiner Rute dabei, dass gruselt mich schon. Warst Du denn brav? Ich habe mich dieses Jahr wirklich besonders doll angestrengt lieb zu sein und Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich an meinen Stiefeln geschrubbt und geschrubbert habe bis der ganze Dreck ab war. Und als ich da so saß und meine Schuhe auf Hochglanz polierte, erzählt mir meine Oma die Geschichte vom Nikolaus.

Es war in den Jahren zwischen 270 und 286 also vor langer, langer Zeit als in der heutigen Türkei der kleine Nikolaus das Licht der Welt erblickte. Nikolaus wuchs in einem großen Haus mit einem noch viel größeren Garten und seinen reichen Eltern auf. Schon begann Nikolaus durch die Umgebung zu spazieren und war immer traurig, wenn er die vielen, armen Menschen sah. Als junger Erwachsener, im Alter von 19 Jahren wurde er deshalb zum Priester und leitete kurze Zeit später sogar das Kloster Sion bei Myra. Man nannte ihn fortan nur noch den Nikolaus von Myra. Schon bald darauf wurden seine Eltern sehr krank und starben. Nikolaus erbte den gesamten, großen Reichtum und konnte nun den armen Menschen helfen. Er verteilte sein Vermögen an die Armen in seiner Umgebung. Auch den drei Jungfrauen gab er glänzende Goldklumpen damit sie endlich heiraten konnten. Die drei Jungfrauen führten danach ein glückliches Leben und jede von ihnen gründete eine Familie mit vielen Kindern. Diese Wohltaten erfüllten Nikolaus sehr, doch als kurze Zeit später sein Onkel Nikolaus, der Bischof von Myra, verstarb, brach Nikolaus zu einer Pilgerreise in das Heilige Land, Israel, auf. Nach seiner Rückkehr sollte auch er Bischof von Myra werden, genau wie damals sein Onkel.

Es gibt viele, unterschiedliche Geschichten und Legenden über unseren Nikolaus aber eines ist immer gleich, Nikolaus war ein wahrer Wohltäter mit einem großen Gerechtigkeitssinn. Da er sich ganz besonders für die Armen und die Kinder einsetzte, wurde er für sie zum Schutzheiligen. Deshalb feiern wir noch heute am 6. Dezember, zu seinem Todestag, das Nikolausfest. Zu diesem Brauch gehört es auch, dass wir so fleißig am 5. Dezember unsere Stiefelchen putzen, polieren und am Abend vor die Haustür stellen. Ich gebe zu, ich habe sogar schon versucht den Nikolaus zu sehen. Hast Du das auch schon probiert? Am Fenster habe ich mir abends meine Nase platt gedrückt bis ich die Augen einfach nicht mehr auf halten konnte, um den Nikolaus einmal zu sehen. Geklappt hat es bis jetzt noch nie. Aber dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, einen langen Mittagschlaf zu machen, damit ich abends lange wach bleiben kann, um den Nikolaus doch noch zu sehen!

Ich hoffe, Ihr habt alle Eure Stiefel schon fleißig geputzt. Vergesst sie nicht vor die Haustür zu stellen, sonst kann der Nikolaus seine Gaben nicht darin verstauen. Euch allen, großen und kleinen Lieben wünsche ich ein schönes Nikolausfest und viel, viel Freude!


Vielleicht vernascht Ihr ja genauso wie ich, ganz traditionell, einen Bratapfel  - denn den isst man zu Nikolaus, weil er an die glänzenden Goldklumpen der drei Jungfrauen erinnern soll!
 

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